Johannes Scharrer Realschule
91217 Hersbruck

Exkursion der 10. Klassen nach Flossenbürg

Um 7:50 Uhr fuhren die Klassen 10 E mit Herrn Hieke und 10 F mit Herrn Bach als erste Klassen nicht nach Dachau, sondern nach Flossenbürg ins Konzentrationslager. Flossenbürg ist mit Hersbruck verbunden, da es das Stammlager für das Hersbrucker KZ-Außenlager war. In Hersbruck sollten sie unterirdische Fabriken in die Houbirg bauen, um die drohende Niederlage aufzuhalten. Tausende kamen dabei durch Hunger, Misshandlungen und Erschießungen um.
Durch das „Eingangstor“ auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

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"Ein ganz normaler Ausflug?" Im Hintergrund das Kommandanturgebäude Auch für die Lehrer ist es das erste Mal: Bis jetzt fuhren die 10. Klassen immer nach Dachau. Zwei Baracken sind erhalten; der Rest ist nur als Fundament zu erahnen. Der Eingang zum Duschkeller Vittore Bocchetta musste im KZ Flossenbürg und im Außenlager Hersbruck viel erleiden; hat aber überlebt und ist jetzt Zeuge für diese Verbrechen.

Auch wenn von ihr nicht mehr übrig ist, konnten wir viel mitnehmen, lernen und alte Häuser aus der Kriegszeit, die neu renoviert wurden, besichtigen. Beeindruckend und traurig waren die Geschichten die uns erzählt wurden, aber sie zeigten uns auch, wie gut wir es haben. Zitate der damaligen Häftlinge an Wänden brachten uns zum Nachdenken. Wir waren in Räumen, in denen die Häftlinge gequält und geschlagen wurden, ein Beispiel dafür ist das Badehaus.
Die Häftlinge wurden ausgezogen, enthaart und danach geschlagen. Darauf folgte das Duschen, wobei jede 15. Minute das Wasser von eiskalt auf brühend heißes Wasser umgestellt wurde. Nach dieser harten Nacht bekamen die, die durchgehalten hatten, die Kleidung, die Schuhe und die Nummern der bereits verstorbenen Häftlinge.
Nach einer kurzen Pause ging es, über den Friedhof, weiter in das Tal des Todes. Tausende von Häftlingen wurden dort verbrannt, die Asche wurde vergraben. An der Gedächtniskirche vorbei, ging es zu einem kleinen Gebäude, das zum Gedenken an die verstorbenen Juden errichtet wurde. Hier endete auch unsere Führung.

Alles ist Grün, aber der Elektrozaun ist noch zu erkennen. In einem Tal hinter dem KZ ist das Krematorium versteckt. Die Leichen werden mit einer Karre hinuntergebracht und verbrannt. Ihre Asche wird in den Wald gestreut; ...  ... allerdings war es so viel, dass diese Pyramide als Begräbnisstätte für tausende Unbekannte eingerichtet wurde.
Im Zeitraum zwischen 13:oo Uhr und 13:45 Uhr hatten wir etwas Freizeit, in der wir einen Film über die noch lebenden Häftlinge und deren Geschichte, oder eine Ausstellung besichtigen konnten.
Um 14:00 Uhr trafen wir uns wieder am Bus und fuhren zurück zur Realschule. Trotzdem hingen unsere Gedanken noch lange an diesem Ort, der so viel Schreckliches gesehen hat.

Rebecca Denis, Vanessa Kolb (10f)