Flossenbürg wurde hauptsächlich wegen seinem Steinbruch eingerichtet. Ab 1938 kamen Berufsverbrecher in das KZ. Sie waren aber keine Schwerverbrecher,
die eine Strafe für ihre Verbrechen absitzen mussten, sondern Arbeitslose, Zigeuner oder Vorbestrafte, die als "Krinminelle" und
"Asoziale" zur Disziplin im Steinbruch gezwungen wurden. Sie mussten eine grünen Winkel an der Häftlingsuniform tragen.
Ab 1939 kamen auch politische Häftlinge aus Dachau. Die Grünwinkel wurden Kapos. Das waren Vorarbeiter, die die anderen Häftlinge mit den roten Winkeln (für "politische Verbrechen")
zur Arbeit und Disziplin zwingen sollten.

Nico Weber (10f)