Johannes Scharrer Realschule
91217 Hersbruck

Das Hersbrucker Hopfengebirg

Früher tranken schon die Kinder Bier....,

da das Brunnenwasser oft verunreinigt war und so Krankheiten auslöste. Allerdings hielt sich dieses Bier gerade im Sommer nicht lange. Durch die Zugabe von Hopfen konnte die Lagerfähigkeit gesteigert werden; allerdings wurde auch der Geschmack bitterer als vorher.
Hopfen ist eine Kletterpflanze, die sich an langen Stangen / Gerüsten hochrankt. Im August werden die reifen Dolden abgerissen und getrocknet.
Gerade um Hersbruck gab es so viele Felder mit Hopfen, dass man es auch "Hersbrucker Hopfengebirge" nannte.

Scharrer GeburtshausJohannes Scharrer gründete mit seinem Schwager ein Hopfenhandels-geschäft , das noch heute besteht (HOPUNION).
In seinem Geburtshaus gibt es mehrere Dachböden mit einem Kran am Giebel, so dass man dort den Hopfen trocknen und lagern konnte.
„Im Hopfenparadies" hieß die Überschrift zu einem langen Artikel in der „Gartenlaube" des Jahres 1864, damals Deutschlands meistgelesene Familienzeitschrift, über den Hopfenbau im Hersbrucker Gebirge, wie es später genannt wurde. Der Hopfenbau war damals „der Nerv des Wohlstands" im Nürnberger Land. Der Stahlstich, der den Artikel illustriert, zeigt links unten die Frühjahrsarbeit im Hopfengarten, das Aufstellen der Stangen, die im Herbst zu Hopfenkuppeln zusammengestellt worden waren (Hintergrund), rechts unten die Hopfenernte und in der Mitte im sentimentalen Stil des späten Biedermeier das „Hopfenblatten" (Hopfablodn) in der Bauernstube. Darüber sind einige besonders schöne Stellen des Hersbrucker Landes eingeflochten.