Jeder Bauer bewirtschaftete früher wie heute seine Felder. Daneben gab es aber noch die Allmende: Gebiete die für den Feldbau ungeeignet waren,
da sie zu steil, zu trocken waren oder zu schlechten Boden hatten. Diese Gebiete gehörten niemandem speziell und jeder durfte hier jagen, Beeren und Heu ernten und seine
Tiere weiden.
Da die Tiere jeden Tag auf diese Weiden gebracht werden mussten, die Bauern aber auf ihren Feldern arbeiten mussten, stellte man Hirten an, die die Tiere morgens in der Stadt
abholten und dann auf sie aufpassten.
Die Hersbrucker Hirten trieben das Vieh auf Wiesen, auf die Brache (=unbearbeitetes Feld nach der Ernte) und in den Wald, welcher
damals viel weniger dicht bewachsen war als heutzutage.
Die Leute besaßen hauptsächlich Schweine und Gänse, denn nur die reichen Bauern konnten sich auch Rinder leisten.
Der Wald wurde meist als Huteplatz genutzt, da die Stallhaltung an Futtermangel scheiterte. Die Schweine und Gänse fraßen dann im Wald neben Gras auch Eicheln
und andere Früchte. Außerdem bot er im Sommer viel Schatten.
Heute ist die Waldweide jedoch uneffektiv, da es Kraftfutter gibt und man die Hutanger nicht mit Maschinen bearbeiten kann.
Meistens hat man die Hutanger zuwachsen lassen, wie hier rechts in Gersdorf, oder die Bäume gerodet.
(Denise Deinzer, Katrin Klein)