Johannes Scharrer Realschule
91217 Hersbruck

Hersbruck - eine kleine Marktstadt

Hersbruck war im 19. Jahrhundert eine kleine Stadt, in der Ackerbürger (Bürger, die gleichzeitig Bauern waren) und Handwerker lebten.

 Postkarte von 1898 aus: Nürnberger Land, Karl Pfeiffers'sche Buchdruckerei, 1989) Früher gab es noch keine Läden, stattdessen wurden Märkte veranstaltet. Die Kunden kauften dort ihre Waren.
In Hersbruck gab es jährlich sieben Märkte z.B. Lichtmeß (02.02), Walburgi (im Mai) und Martini (11.11.). Die gab es das erste Mal im Jahre 1057, als der Bischof von Bamberg das Marktrecht erteilt hatte. Die Kunden kamen meist aus der Stadt und näheren Umgebung, aber auch aus der Oberpfalz bis Amberg.


Stahlstich von Alexander Marx (aus: Tausendjähriges Hersbruck, 1976)Die Händler zogen meist zu Fuß oder mit Planwagen, später aber auch mit der Eisenbahn, von Markt zu Markt, um dort ihre Waren zu verkaufen. Sie kamen aus Nürnberg, Fürth oder Schnaittach.
Es gab auch sogenannte Marktschreier (= billiger Jakob), die mit viel Überzeugungskraft versuchten minderwertige Waren gegen Geld loszuwerden. Das Bild zeigt eine Postkarte auf der ein Hersbrucker Markt aus dem Jahre 1898 zu sehen ist.

(Elena Haas, Kathrin Schwarm)