Johannes Scharrer Realschule
91217 Hersbruck

Der Ludwigskanal

Der Ludwigskanal verband im 19. und 20. Jahrhundert Donau und Main von Kelheim über Neumarkt in der Oberpfalz und Nürnberg nach Bamberg.

Franken, das erst 1806 zu Bayern kam, hatte nur wenig Möglichkeiten mit den südlichen Gebieten Waren auszutauschen.

Der Kanal sollte den Handel voranzutreiben, wurde aber erst 1846 nach der Eisenbahn fertig. Deshalb erreichte er nie die geplanten Mengen.

Der Kanal hatte eine Länge von 136,3 Kilometer, eine Tiefe von 1,61m. Die Kanalbreite war trichterförmig angeordnet wobei der Wasserspiegel 15,76m betrug und am Grund 9,92m.
Im Verlauf des Kanals befanden sich 100 Schleusen, die jeweils 118 Fuß (ca 30m) lang waren und mit Hand betrieben wurden.
Der durchschnittliche Abstand der Schleusen war 1,36 km, so dass man sich vorstellen kann, dass eine Reise ziemlich lange (10 Tage) dauerte.


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Kapazität des Transports
Auf dem Fluss konnten maximal 120 Tonnen Fracht befördert werden (heute: 1200 Tonnen), doch dabei waren Länge, Breite und Höhe der Schiffe durch Schleusen und Brücken begrenzt. Jeder Schleusenvorgang verlängerte die Reisedauer um 10- 15 Minuten, so dass eine Reise von Bamberg nach Kelheim 10 Tage dauerte.

Schleusenwärterhaus
Schleusenwärter kümmerten sich im Schnitt um drei Schleusen, hatten um ihr Schleusenwärterhäuschen herum aber noch eine Obstbaumplantage und Felder als Nebenverdienste.

(erstellt am 14. Juli 2009 von Kristina Bössner & Anna Segerer )