Johannes Scharrer schlug vor zwischen den großen Städten Nürnberg und Fürth eine Eisenbahn zu bauen, damit der schon bestehende Handel noch vergrößert werden konnte.
Doch wie sollte man so etwas bauern. Schienen aus Holz oder aus Eisen, und wenn ja, dann woher? Viele Leute fragten sich, ob Scharrer nocht zu viel versprochen hätte.
Die Schienen von der Eisengießerei Remy aus Neuwied kamen mit Pferdekutschen nach Fürth. (den Ludwigskanal oder eine Eisenbahn gab es ja noch nicht!) Die erste Lokomotive "Adler" wurde aus Newcastle in England gekauft und vom englischen Lokomotivführer William Wilson hier wieder zusammengebaut, da dies noch kein Deutscher konnte.
Es gab aber auch Leute, die vor dem neuen Verkehrsmittel warnten, wie diese bayerischen Ärzte:
"Der Fahrbetrieb mit Dampfwagen ist im Interesse der öffentlichen Gesundheit zu untersagen; die schnelle Bewegung erzeugt unfehlbar
Gehirnkrankheiten...; schon der bloße Anblick eines rasch dahinsausenden Zuges kann diese Krankheit erzeugen, so dass an beiden Seiten des Bahnkörpers ein mindestens 5 Fuß hoher Zaun zu fordern ist."
Der Zaun wurde nicht gebaut, aber Hecken grenzten die Strecke gegenüber der Straße ab.

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Am 7. Dezember 1835 wurde die Ludwigsbahn eingeweiht. Die Strecke führte von Nürnberg nach Fürth und war ca. 6 km lang.
Man fuhr ungefähr 10 – 12 Minuten mit schätzungsweise 40 km/h, meistens wurden die Waggons jedoch von Pferden gezogen, da dies Betriebskosten sparte,
das dauerte aber 22 - 24 Minuten.
Für den Eisenbahnverkehr sollten insgesamt 12 Bedienstete für die zwei Dampflokomotiven, 6 Personenwagen und zwei Frachtwagen gebraucht werden.
Später war die Ludwigsbahn zu teuer und zu altmodisch, als die elektrische Straßenbahn erfunden und benutzt wurde. Die Eisenbahn wurde 1922 eingestellt.
Schon da wusste man nicht mehr wo der erste Adler abgeblieben war. Man hatte ihn 1858 als völlig veraltet an einen Eisenhändler verkauft, wo er wohl auf dem Schrott gelandet ist.
(Eva Fuchs, Amelie Meyer, Kerstin Rupprecht)