Durch die industrielle Revolution konnte man in England und bald auch in Deutschland viele neue Maschinen sehen. Doch schon der Adler konnte nur von
einem Engländer (William Wilson) gesteuert werden. Wie sollten solche Maschinen repariert oder sogar nachgebaut werden?
Die klassische Lateinschule bereitete nur auf ein geistiges Studium an der Universität vor. Johannes Scharrer dachte sich, dass man daneben auch eine Schule braucht,
an der man "reelle", im wirklichen Leben nützliche, Fächer lernen müsste. Eine gute Schulbildung sollte die Grundlage für eine gute Ausbildung
und ein erfolgreiches Berufsleben sein.
1834 war es soweit und er gründete die "Handelsgewerbeschule", die in einem alten, leerstehenden Kloster untergebracht wurde. Daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit das mathematisch-naturwissenschaftliche Johannes-Scharrer-Gymnasium.
Um eine gute Bildungsgrundlage zu schaffen, setzte Johannes Scharrer eine Volksschulreform durch, dass alle Nürnberger Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen sollten. Heute heißt die Grundschule in der Scharrerstraße noch Scharrerschule.
Als Fortsetzung der Bildungsoffensive verschmolz Scharrer die städtische Industrieschule mit dem polytechnischen Institut zur Städtischen Polytechnischen Schule.
Als Lehrer konnte 1833 der Wissenschaftler Georg Simon Ohm gewonnen werden, der 1839 zum Direktor wurde. Heute heißt die immer wieder erweiterte Schule nach ihm
Georg-Simon-Ohm-Hochschule.
Als man 1971 in Hersbruck eine Realschule baute, was lag da näher als sie ebenfalls nach Johannes Scharrer zu benennen.
Die Auswahl der einzelnen Fächer, die viel praktisches und "reelles" Wissen umfassen, hätte ihm sicherlich gefallen.