1996 wurden die ersten Pläne für eine Solaranlage verwirklicht, wobei Schüler beim Aufbau mitgeholfen haben. Ohne dass Schüler beteiligt waren, hat Herr Teschke unsere Photovoltaik-Anlage bis 2003 betreut. Dies hat dann Herr Oswald übernommen und 2005 das Wartungsteam unserer Schule gegründet.
Daten zur Anlage:
Im Schuljahr 2010-2011 wurden die Wartungsarbeiten durch Schülerinnen und Schüler der Klasse 10A fortgeführt: Stefan Brückner, Jonathan Fabry, Jeremias Forell, Rebekka Hämmerl, Saskia Heck, Daniel Knauer, Gentian Nazifi, Uli Pickel, Tim Schmidt, Maurizio Schneider, Christian Schönhöfer, Christoph Schramm.
Bild 1: Photovoltaik-Team 2010-11
Anfang des Schuljahres konnte das Team stolz auf sein Mitglied Saskia Heck sein, die mit dem Mittelfränkischen Realschulpreis 2010 in Forschung und Technik ausgezeichnet wurde. Für ihre erfolgreiche Mitarbeit im Photovoltaik-Team, dessen Ergebnisse exemplarisch im Jahresbericht des SEV Bayern veröffentlicht wurden, ihre sehr guten schulischen Leistungen und ihre Sozialkompetenz bei ihrem Engagement als Tutorin wurde Saskia geehrt.
Die Überarbeitung und Aktualisierung des Photovoltaikteils der Schul-Homepage war die Projekt-Aufgabe der gesamten 10A, und Mitglieder des Photovoltaikteams fassten die Beiträge dann zusammen.
Die Auswertung unserer Ertragsdaten im Vergleich mit allen anderen Schule erhielten wir wieder im April. Der normierte Energieertrag unserer Anlage 2010 lag bei 821 KWh/kW, der Mittelwert war 718 kWh/kW. Somit liegt unser Ergebnis etwas unter unseren Erwartungen, aber immer noch über den früheren Werten im Vergleich mit allen Schulanlagen.
Ende März 2011 wurde unsere Anlage im Zuge der Renovierungsarbeiten an der Schule abgebaut. Aber sie soll im Juli/August wieder in Betrieb genommen werden, so dass unsere Photovoltaik-Gruppe weitergeführt werden kann. Ertrag bis 30.03.2011: 148,4 kWh.
Photonen (Lichtteilchen) werden in geeigneten Materialien absorbiert, so entstehen positive und negative elektrische Ladungsträger. In Photovoltaischen Energiekonvertern
werden diese Ladungsträger selektiv, also nach positiven und negativen Ladungen getrennt, zu äußeren Elektroden transportiert, die dadurch elektrisch geladen werden.
Deshalb entsteht zwischen den beiden Elektroden eine elektrische Spannung. Durch diese Spannung können die Ladungsträger in einem externen Stromkreis Arbeit verrichten.
Für eine effiziente technische Umsetzung dieses Prinzips müssen vor allem 3 Punkte beachtet werden:
Die Strahlungsenergie pro Zeit und Fläche, die von der Sonne auf der Erde ankommt beträgt im günstigsten Falle 1000 Watt pro Quadratmeter (W/m²). Mit den besten Photovoltaischen Energiekonvertern können davon heute 15 W/m² in elektrischer Leistung umgewandelt werden.
Die derzeitig eingesetzten Solarzellen werden zu mehr als 80% aus kristallinem Silizium hergestellt. Silizium wird aus folgenden Gründen als Material verwendet:
Neben allen genannten Vorteilen haben die aus Siliziumscheiben hergestellten Solarzellen auch zwei Nachteile:
1839: Alexander E. Becquerel entdeckt den photoelektrischen Effekt
1876: William G. Adams und Richard E. Day weisen diesen Effekt auch an Selenkristallen nach.
1905: Albert Einstein erklärte den Photoelektrischen Effekt richtig underhielt dafür im Jahre 1921 den Nobelpreis.
1954: Darly Chapin, Calvin Fuller und Gerald Person bauten die erste Siliziumzelle mit einem Wirkungsgrad über 4 Prozent.
1958: erster Einsatz als Energieversorger des Vanguard I in der Satellitentechnik
1960/70: Entscheidende Fortschritte in der Entwicklung, aufgrund der großen Nachfrage in der Raumfahrt
1970: Durch die Energiekrisen und das steigende Umweltbewusstsein versuchte auch die Politik, die Entwicklung der Photovoltaikanlage so voranzutreiben, so dass sie auch wirtschaftlich interessant wird. Bis jetzt: In mehreren Ländern z. B. wie in Deutschland wurde ein Projekt vom Staat durchgeführt, dass Photovoltaikanlagen unterstützt und Leute, die sich solche Anlagen zulegen, Zuschüsse zusichert. So wurde erreicht, dass auch auf vielen privaten Dächern Solaranlagen angebracht wurden. Für eine Stromversorgung in großem Maßstab ist der Strom aus Sonnenlicht in den Industrieländern betriebswirtschaftlich noch nicht konkurrenzfähig. Diese Situation wird sich voraussichtlich nur auf drei Wegen ändern lasse: Durch die Massenproduktion, Durch physikalisch-technologische Innovationen Durch die Berücksichtigung externer Kosten im Energiepreisgefüge.
Solarzellen mit möglichst hohen Wirkungsgraden bei vertretbaren Produktionskosten zu entwickeln, ist das Ziel der Solartechnologie. Vielversprechend sind hier vor allem Tandemstrukturen (Mehrfachsolarzellen), bei denen mehrere Solarzellen direkt übereinander gestapelt werden. Dies hat den Vorteil, dass verschiedene Spektralbereiche des Sonnenlichts, getrennt von einander, optimiert in elektrische Energie umgewandelt werden können. Solche Tandemsolarzellen werden bereits heute in Raumfahrzeugen und Satelliten eingesetzt. Umwandlungswirkungsgrade von über 40% müssten sich in der Praxis realisieren lassen. Dabei sind nicht nur Innovationen im Halbleiterbereich, sondern auch im Bereich der Leitungsoptik gefragt, da kleinflächige komplexe Tandemsolarzellen mit großflächigen, hocheffizienten und kostengünstigen Strukturen kombiniert werden müssen.
Photovoltaik ist heute noch der teuerste Weg, elektrische Energie auf der Basis erneuerbarer Energiequellen bereitzustellen. Immer noch ist ihr Beitrag zur weltweiten Energieversorgung gering. Doch sollten wir in Zukunft eine Energieversorgung benötigen, die stark auf erneuerbaren Quellen beruht, wird mit Sicherheit die Photovoltaik eine entscheidende Rolle spielen. Die Geschwindigkeit ihrer Einführung in großem Stil wird dabei ganz entscheidend von Innovationsschüben aus Physik und Technologie beeinflusst werden.
Dünnschichtsolarzellen
Eine wesentliche, Kosten reduzierende Innovation ist die Dünnschichtsolarzelle. Bei diesen Systemen wird die Licht absorbierende Schicht großflächig auf kostengünstigen Substraten abgeschieden.
Die verwendeten Absorbermaterialien bestehen entweder aus Halbleitern, die besser absorbieren als kristallines Silizium, oder aus Silizium wobei der Absorptionsweg durch Lichteinfang in den Schichten
optisch verlängert wird.
Mehrfachsolarzellen
Die Forscher konzentrieren sich folglich auf die Entwicklung von Mehrfachsolarzellen. Diese setzen sich aus mehreren Elementen zusammen, wie beispielsweise Galliumarsenid,
weshalb sie einen viel größeren Spektralbereich der Sonnenenergie erfassen können.
Bei einer Mehrfachstruktur handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als übereinander geschichtete Einfachsolarzellen. Da aber unterschiedliche Halbleiter verwendet werden, können auch verschiedene Bereiche des Sonnenspektrums von den einzelnen p-n Übergängen umgewandelt werden. Das führt zu einen höheren Wirkungsgrad.
Das Fraunhofer-Institut
entwickelt seit etwa zehn Jahren Mehrfachsolarzellen auf der Grundlage von Halbleitern, die sich hervorragend für dich Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen
Strom eignen. Die Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Deutschland haben den Wirkungsgrad von Mehrfachsolarzellen auf 41,24% (Weltrekord)
verbessert. In Zukunft glaubt man durch metamorphe Mehrfachsolarzellen noch mehr erreichen zu können. Laut Andreas Bett, dem Leiter der Solarzellenabteilung, sei
in naher Zukunft ein Wirkungsgrad von 42% oder 43% vielleicht aber auch 50% vorstellbar.
Innovation für Solarzellen
Die Forscher des Max-Plank-Instituts haben vor kurzen eine Möglichkeit entdeckt aus Photonen längerer Wellenlänge (d. h. wenig energiereich; grün) in Photonen mit mehr Energie um zu wandeln (blau). Dadurch wird es möglich, Photonen mit bislang nicht nutzbarer Wellenlänge für Solarzellen nutzbar zumachen. Das heißt die Solarzellen werden effizienter.
Diese Umwandlung funktioniert indem ein Absorber-Molekül Photonen geringerer Energie aufnimmt und speichert und sie dann an ein Molekül ab gibt, das sich leicht zur Fluoreszenz anregen lässt (z. B. Diphenylanthracen). In diesem Molekül vereinen sich dann die Photonen und werden als ein energiereiches Photon wieder abgestrahlt.

Konzentrator-Photovoltaikmodule
Die sogenannten Konzentratorzellen können im Laborsituationen über 40 Prozent Wirkungsgrad erzielen. Konzentrator-Photovoltaikmodule wiesen einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Photovoltaikmodule auf. Zum anderen steigt der Wirkungsgrad mit einer höheren Lichtintensität, da der Kurzschlussstrom der Zelle proportional zu Lichtintensität ansteigt und gleichzeitig die Zellenspannung zunimmt. Da Konzentrator-Photovoltaikmodule wegen der Lichtbündelung zwingend auf Nachführsysteme angewiesen sind, erhöht sich der Energieertrag gegenüber einer konventionellen Photovoltaikanlage wesentlich. Wegen der Lichtbündelung können aber Konzentrator-Photovoltaikmodule nur in Gebieten mit hoher direkten Sonneneinstrahlung effektiv eingesetzt werden.
Organische Photovoltaik
Das sind Photovoltaikanlagen, die statt aus anorganischen Materialien aus organische Materialien bestehen. Der Aufbau unterscheidet sich nicht besonders von dem einer anorganischen Photovoltaikanlage. Die Organische Photovoltaik ist noch nicht so gut weiterentwickelt wie die Anorganische Photovoltaik, denn es werden immer noch Materialien verwendet, die eigentlich für Leuchtdioden gedacht sind. Die Forschung hofft die Anlagen durch verbesserte Materialien auf einen Wirkungsgrad von 10% zubringen.
Vorteile der Organischen Photovoltaik:
Nachteile der Organischen Photovoltaik:
Vorteile der Anorganischen Photovoltaik:
Nachteile der Anorganischen Photovoltaik:
Photovoltaische Energieumwandlung
| Nr. | Staaten | 2010[6] | 2009[7] | 2008[8] | 2007[9] | 2006[10] | 2005[11] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Deutschland | 17370 | 9959 | 6019 | 3846 | 2743 | 1910 |
| 2 | Spanien | 3808 | 3438 | 3421 | 734 | 175 | 57,6 |
| 3 | Italien | 3479 | 1157 | 458 | 120 | 50.0 | 46,3 |
| 4 | Tschechien | 1953 | 463 | 54,7 | 4,0 | 0,8 | 0,5 |
| 5 | Frankreich | 1054 | 335 | 104 | 46,7 | 33,9 | 26,3 |
| 6 | Belgien | 787 | 374 | 70,9 | 21,5 | 4,2 | 2,1 |
| 7 | Griechenland | 205 | 55,0 | 18,5 | 9,2 | 6,7 | 5,4 |
| 8 | Slowakei | 144 | 0,2 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 |
| 9 | Portugal | 131 | 102 | 68,0 | 17,9 | 3,4 | 3,0 |
| 10 | Österreich | 103 | 52,6 | 32,4 | 27,7 | 25,6 | 24,0 |
| 11 | Niederlande | 96,9 | 67,5 | 57,2 | 53,3 | 52,7 | 50,8 |
| 12 | Vereinigtes Königreich | 74,8 | 29,6 | 22,5 | 18,1 | 14,3 | 10,9 |
| 13 | Slowenien | 36,3 | 9,0 | 2,0 | 1,0 | 0,4 | 0,2 |
| 14 | Luxemburg | 27,3 | 26,4 | 24,6 | 23,9 | 23,7 | 23,6 |
| 15 | Bulgarien | 17,2 | 5,7 | 1,4 | 0,1 | 0,1 | |
| 16 | Schweden | 10,1 | 8,8 | 7,9 | 6,2 | 4,9 | 4,2 |
| 17 | Finnland | 9,6 | 7,6 | 5,6 | 5,1 | 4,5 | 4,0 |
| 18 | Dänemark | 7,1 | 4,7 | 3,3 | 3,1 | 2,9 | 2,7 |
| 19 | Zypern | 6,2 | 3,3 | 2,2 | 1,3 | 1,0 | 0,5 |
| 20 | Rumänien | 1,9 | 0,6 | 0,5 | 0,3 | 0,2 | |
| 21 | Polen | 1,8 | 1,4 | 1,0 | 0,6 | 0,4 | 0,3 |
| 22 | Ungarn | 1,8 | 0,7 | 0,5 | 0,4 | 0,3 | 0,2 |
| 23 | Malta | 1,7 | 1,5 | 0,2 | 0,1 | 0,1 | < 0,1 |
| 24 | Irland | 0,6 | 0,6 | 0,4 | 0,4 | 0,4 | 0,3 |
| 25 | Litauen | 0,1 | 0,1 | 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 |
| 26 | Estland | 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | |
| 27 | Lettland | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | < 0,1 | |
| EU27 GWp | 29,33 | 16,30 | 10,38 | 4,94 | 3,15 | 2,17 | |
Elektrische Energiemenge
Im Jahr 2009 in Deutschland installierte Leistung: 9,8 GWp
Wirksame Leistung: 710 MW
Mittlere Einschaltdauer: 821 h
Gemessen an den 8760 Stunden pro Jahr ergibt sich eine mittlere Ausnutzung der Arbeitsfähigkeit von 9,37%, wenn dabei die halbe im Jahr 2009 zugebaute Leistung als im Mittel des Jahres wirksam berücksichtigt.
Der Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von der Sonneneinstrahlung ab.
Vergütung nach Anlage |
Absenkung 2009 |
Vergütungssatz 2010 |
Freiflächenanlage |
11% |
28,43 Cent pro kWh |
Bis 30 kWp |
9% |
39,14 Cent pro kWh |
30 bis 100 kWp |
9% |
37,23 Cent pro kWh |
100 bis 1.000 kWp |
11% |
35,23 Cent pro kWh |
Über 1.000 kWp |
11% |
29,37 Cent pro kWh |
Verbrauch von selbst-produzierten Sonnenstrom |
9% |
22,76 Cent pro kWh |
Bestandteile einer PV-Anlage:
Wenn man sich eine PV-Anlage anschaffen möchte sind folgende Bestandteile nötig.
Erklärung der Bestandteile:
Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist in den Monaten Februar bis April 2010 deutlich gestiegen, doch seit Juli rapide gesunken.
Im Oktober sank die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 44%. Im September sank die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr sogar um 53%.
Dies ist wahrscheinlich auf die Kürzung der Einspeisevergütung zurückzuführen.
Stromgewinnung
Weitere Anwendungen:


2005/2006: 9c
Einer von zwei Hauptpreisen das SEV Bayern zum Thema Ertragsoptimierung unserer PV-Anlage 2006
2006/2007: 10c
Präsentation am Tag der offenen Tür im Landratsamt Nürnberger Land in Lauf Oktober 2006
2007/2008: 9a/e I
Gestaltung der JSR-Homepage zum Thema Photovoltaik
2008/2009:
10a/e I
Erfahrungsbericht Effizienzsteigerung der PV-Anlage
Präsentation beim Technik Kongress
Uni Bayreuth März 2009
2009/2010:
9a I führt die Arbeiten fort
SEV Bayern stellt unsere Ergebnisse exemplarisch in seinem Jahresbericht vor.
2010/2011: 10aI
Saskia Heck erhält Mittelfränkischen Realschulpreis in Forschung und Technik
für ihr Engagement im PV-Team und für ihre sehr guten schulischen Leistungen.
Die ganze 10 A beteiligt sich bei der Neugestaltung des Photovoltaikteils unserer Homepage.
Nachfolgende Grafik zeigt, wie viel Energie unsere Anlage im Jahr 2010 produziert hat.
Wie man sehen kann, war der Ertrag im Juli am höchsten.
CO2 Einsparung für das Jahr 2010:
Nachfolgende Grafik zeigt, wie viel CO2 unsere Anlage im Jahr 2010 eingespart hat.

Vergleich zur CO2 Einsparung:

Das modernste Braunkohle-Kraftwerk hat einen Ausstoß von 950 g CO2 pro kWh.
Alte Braunkohle-Kraftwerke haben einen Ausstoß von 1.200 g CO2 pro kWh.
Mit dem Durchschnittswert von
1.075 g CO2/kWh gerechnet hat unsere PV-Anlage im Jahr 2010 insgesamt 881,72 kg CO2 eingespart.
Unsere Anlage liefert im Vergleich zu den Anlagen an anderen Schulen mehr Energie, das hat folgende Gründe:
Wie man auch hier gut sehen kann, hatte unsere Schule auch in den vergangenen Jahren einen deutlich höheren Energieertrag als im Durchschnitt aller Schulen.
Energieerträge normiert 1998 – 2010 im Vergleich zu allen Schulen

Quelle: Vortrag Technik Kongress Ubi Bayreuth 03/2009 G. Oswald